Ausstellung HEINZ MACK – Zeichnungen und keramische Skulpturen, 15.11.09 – 28.02.10
| 15.11.09 | bis | 28.02.10 |
Das zentrale künstlerische Thema von Heinz Mack ist das Licht. Seine Bilder und Skulpturen sind Medien hierzu. Als Maler, Zeichner, Skulpturenkünstler, Keramiker, aber auch als Gestalter von Plätzen und Interieurs stellt er die ästhetischen Gesetze von Licht und Farbe, Struktur und Form in immer neue Dialoge.
Der international renommierte Lichtkünstler und ZERO-Mitbegründer gilt als unermüdlicher Experimentator im Spektrum des Farblichts, der mit seinem künstlerischen Werk zur Erneuerung und Erweiterung des Kunstschaffens in Deutschland beigetragen hat.
100 Arbeiten auf Papier wie Zeichnungen, Pastelle und Tuschen sowie keramische Skulpturen präsentiert das Stadtmuseum Hofheim in seiner aktuellen Ausstellung. Gezeigt wird ein Querschnitt an schwarzweißen Strukturzeichnungen und Farb-Chromatiken der Jahre 1950-1999. Die dabei angewendeten Techniken reichen von sensibel verflochtenen Texturen bis hin zur Technik der Frottage.
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“Jede Zeichnung ist eine Art von Signatur, so wie mein Fingerabdruck!
Betrachte ich diesen durch ein Vergrößerungsglas, dann sehe ich ein komplexes, ein abstraktes System aus bewegten und geordneten Linien, die sich sozusagen in Handarbeit unvermittelt herstellen lassen.
Schreibe ich meinen Namen darunter, signiere ich also meine eigene Signatur!”
Für Heinz Mack haben Zeichnungen den gleichen Wert und die gleiche Bedeutung wie ein gemaltes Bild oder eine Skulptur. In der gegenstandslosen Kunst kommen Handzeichnungen selten vor. Das vielseitige und umfangreiche grafische Oeuvre von Heinz Mack ist im Bereich der gegenstandslosen, konkreten und minimalistischen Kunst eine Ausnahme. Zeichnungen erlauben dem Künstler eine größere Spontaneität als Malerei oder Skulptur. Heinz Mack schätzt dabei auch die innere Logik und Disziplin, die in einer guten Zeichnung sichtbar wird. „Ich denke, dass sich die Linien zu einem Energiefeld, zu einer Struktur verdichten, in dem alle Teile, alle Elemente in einem unauflösbaren Zusammenhang stehen und in Schwingung oder gar Vibration geraten, wenn wir sie mit Sensibilität, mit Ruhe und gegenstandslosem Interesse betrachten.”
Heinz Mack fand in der Keramik, die er „Skulptur aus dem Feuer” nennt, die lang ersehnte Möglichkeit, Skulptur und Farbe zu einer werkgerechten Einheit zusammen zu fügen.
Euklidische, d.h. einfache und strenge Formen und Volumina kennzeichnen die gestalterische Formgebung der skulpturalen Werke von Heinz Mack. Und eben diese Formen charakterisieren auch seine Keramiken.
Der Künstler bezieht die Farbenfülle seiner keramischen Werke ausschließlich aus der Glasur und den Reichtum der Farbe aus der Chromatik des Lichtspektrums. Dabei hat er die jahrhundertealte Tradition der Glasurbrennerei für seine Zwecke sinnvoll genutzt und künstlerisch weiter entwickelt.