Ausstellung – MARKUS LÜPERTZ – Kunstraum Hilden – 18.09.11 bis 16.11.11
| 18.09.11 | bis | 16.11.11 |
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Markus Lüpertz zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Anlässlich seines 70-jährigen Geburtstages in diesem Jahr möchte auch die Stadt Hilden diesen großartigen Künstler ehren und zeigt in Kooperation mit dem Kunstraum Gewerbepark-Süd und der Galerie Geuer & Breckner, Düsseldorf, dem Exklusivverleger von Markus Lüpertz, vom 18. 09. – 16. 10. 2011 im Kunstraum Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64, Hilden, die Ausstellung „Markus… mehr Lüpertz – Malerei in Grafiken und Skulptur“. Lüpertz zeigt gerade in der Grafik, wie er dem Zufall einen schöpferischen Anteil an seiner Kunst gewährt, ja, sie förmlich herausfordert, indem er sich auf Situationen einlässt, sie an ihre Grenzen treibt und sie dann mit überraschenden Mitteln meistert. Als sprechendes Beispiel lassen sich schon die ersten Lithografien anführen. Der Künstler hat hier alles aufgeboten, um die Glätte und Flächigkeit der lithografischen Technik zu vermeiden, die sie zu einem geeigneten Verfahren für die Reproduktion von Gemälden macht. Die Hell-Dunkel-Kontraste haben nicht die flächige Selbstverständlichkeit des Lithos, sondern wirken wie zerrissen und gesplittert, als ob weiße Blitze in das Schwarz zucken würden. Gerade im Medium des flachen Drucks erzeugt Lüpertz verblüffende räumliche Effekte; wie auf die Bühne gestellt, entwickelt sich das Spiel mit den Motiven.
Die Lithografie wird von Lüpertz im Vergleich zu den Tiefdruck- und Hochdrucktechniken am meisten in ihren spielerischen und zufälligen Elementen genutzt. Dabei kommt das inspirative Element des Herstellens von Grafik besonders deutlich zum Vorschein. Während in den Radierungen die Essenz der linearen, später der malerisch-tonhaften Energie in reiner Form erscheint, benutzt Lüpertz die Lithografie gegen ihre traditionelle Tendenz zur Fläche räumlich, indem er das Hell-Dunkel auf besondere und eigenwillige Weise verteilt, gleichsam streut. Lüpertz benutzt die Radiernadel ruppig und scheinbar ungelenk, sodass die gedruckte Schicht wie eine eigenständige Haut aussehen kann oder wie ein Relief. Mit dieser Beobachtung berührt man ein Phänomen, das allgemein für die Grafik von Lüpertz gültig ist. Der Prozess des Machens dieser Blätter als Spiegel der inspirativen oder reflektierenden Vorgänge bleibt ununterbrochen sichtbar. Der Künstler bleibt in der Grafik unübersehbar anwesend, das grafische Werk verrät daher, noch mehr als die Malerei oder Skulptur, viel über die Grundlage und Eigenart des künstlerischen Vermögens von Lüpertz.
(www.edition-markus-luepertz.de) Eröffnung: 18. 09. 2011, 11 Uhr Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 14 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 – 16 Uhr

Kunsthalle Jesuitenkirche